VW Race Touareg 2
Dakar Rallye 2009 - Etappe 3
Montag, 5. Januar: Puerto Madryn > Jacobacci
- Verbindungsstück: 70 km
- Wertungsprüfung: 616 km
- Verbindungsstück: 8 km
- Insgesamt: 694 km
Am dritten Renntag ist das Programm der Wertungsprüfung mit über 600 Km beträchtlich – ein klarer Beleg dafür, dass sich die Teilnehmer schon jetzt mitten im Geschehen befinden, obschon die großen Schwierigkeiten noch bevorstehen. Das Vordringen auf patagonisches Gebiet, das mit einem erheblichen Streckenprofilwechsel einhergeht, erfordert neue fahrerische Qualitäten. Die Landschaft ist deutlich hügeliger: Freunde lang gezogener Kurven kommen voll auf ihre Kosten. Hier orientiert man sich an den Seen am Pistenrand, etwa ein knappes Dutzend am Tag, und an den zahlreichen Flamingos, die auf dieser Etappe die bevorzugten Wegweiser sind.
In aller Herrgottsfrühe erwartete die Teilnehmer und Teams am Biwak-Eingang ein Anblick mit dem keiner gerechnet hatte: Wie bei den Bergetappen hatten viele Fans am Straßenrand gecampt, um den Dakar-Tross ankommen zu sehen. Die Dakar wird begrüßt wie es sich niemand vorstellen konnte.
Vermutlich auch motiviert durch diese Leidenschaft, bekräftigte der Spanier Carlos Sainz am dritten Tag der ersten Dakar in Südamerika seinen Anspruch auf den ersten Volkswagen-Sieg beim Marathon-Klassiker.
Er heftete sich an die Fersen seines größten Konkurrenten Al-Attiyah. Zwei Tage nach seinem ersten Sieg lieferte aber Al-Attiyah bei der 551 Kilometer langen Spezialstrecke erneut die schnellste Zeit ab und schob sich im Gesamtklassement auf Platz zwei. Die Gesamtwertung führt weiterhin Rallye-Urgestein Sainz mit einem Vorsprung von 3:40 Minuten an. Am Ende startete der Gesamt-Führende noch eine Aufholjagd. Doch der Spanier konnte die Bestzeit von Al-Attiyah nicht mehr knacken und verpasste den Tagessieg nur denkbar knapp (+35,0 Sekunden).
Der dreifache deutsche Rallyemeister Dieter Depping und sein Beifahrer Timo Gottschalk, beide erstmals im offiziellen Dakar-Kader von Volkswagen, verbesserten sich mit der drittschnellsten Tageszeit vom 26. auf den 15. Platz.
Dakar-Dauersieger Mitsubishi hat auf der 664 km langen Etappe von Puerto Madryn in das westlich gelegene Jacobacci etwas an Schwung verloren. Bester der Roten aus Japan, die seit 2001 ununterbrochen siegten, ist der französische Rekordgewinner Stéphane Peterhansel, der auf dem vierten Platz bereits 8:47 Minuten hinter Sainz zurücklag. Teampartner Luc Alphand, Sieger 2006, büßte auf dem Mixed aus rauem Schotter und tiefen Sand 33 Minuten ein und rutschte vom sechsten auf den zehnten Rang ab.
Hinter den Kulissen mit Gernot Bauer »
05.01.2009 |